Aktuelle Meldungen

Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz 2010

Manuelle Diagnostik und Therapie als Option klar empfohlen.

Die verschiedenen Komponenten der nationalen Versorgungsleitlinien finden Sie hier:

Nationale Versorgungsleitlinien

61. Jahrestagung 2013 der VSOU

Interessante und brisante Themen beim VSOU-Kongress.


"Der Blick nach Vorne zählt"

"Translationale Forschung"

"Orthopäden setzen auf heilende Hände"

DGMM beschließt Kurrikulum

Nach langem Tauziehen konnte der Vorstand der DGMM bei seiner Konzeptionstagung in Jena im Mai 2012 ein 80 stündiges Kurrikulum osteopathische Verfahren konsentieren.

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Neue MWE-Aktuell erschienen



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MWE-Aktuell 01/2013


Mediathek und Audio-Podcast

Video-Reihe:
"Chirotherapie-Manuelle Medizin"

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Allgemeinarzt-Podcast:
Chirotherapie-Weiterbildung für den Hausarzt

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Unser aktuelles Titel-Thema:

Durch Manuelle Medizin/ Osteopathie zum Spezialisten mit System

Der ganzheitliche Ansatz der Manuellen Medizin/ Osteopathie als ideale Ergänzung und Profilierung für Ärzte aller Fachrichtungen

Der diesjährige Internistenkongress in Wiesbaden hat es mit seinem Leit-Thema vom „Organ zum System“ auf den Punkt gebracht: Bei aller Spezialisierung und Subspezialisierung sieht sich ärztliches Denken und Handeln im Ganzen verpflichtet. Diesem Motto können wir Ärzte – Allgemeinmediziner und Ärzte verschiedener Fachrichtungen - , die wir Manuelle Medizin/ Osteopathie in unserer täglichen Praxis oft auch neben unserer Spezialisierung erfolgreich anwenden, nur anschließen und mit dem Seufzer der Erleichterung kommentieren: Endlich!

Ganzheitlicher Anspruch trotz fortschreitender Spezialisierung

Ein Grund für diese Rückbesinnung auf den ganzheitlichen Ansatz heilender Berufe sind z.B. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über die komplexe Pathogenese internationaler Krankheitsbilder oder die Wechselwirkung zwischen therapeutisch eingesetzten Medikamenten bei Multiorgankrankheiten. Aus Erfahrung wissen wir heute darüber hinaus, dass eine rein organorientierte Behandlung fast nicht mehr möglich ist, denn gerade chronische Erkrankungen sind häufig durch psychische, berufliche und psychosoziale Problemstellungen beeinflusst. Auch kann der fachärztliche Blick nicht mehr beschränkt einzelne Krankheiten sehen, etwaige Komorbiditäten sollten beispielsweise immer einbezogen werden. Wir Manual Mediziner und ärztliche Osteopathen erkennen durch den ganzheitlichen Diagnose- und Therapieansatz nicht erst seit gestern die häufig gemeinsame Genese von scheinbar nicht zusammengehörenden Erkrankungen.
Das alles erfordert – so wie auf dem Kongress der Internisten deutlich formuliert – unser Systemdenken.

Systemerkrankungen erfordern ein Systemdenken

Neue Forschungsergebnisse bestätigen, dass viele Krankheiten neu gesehen und behandelt werden müssen. Ein gutes Beispiel ist die rheumatoide Arthritis (RA). Vielfach geht man in Fachkreisen noch heute davon aus, dass dies eine Erkrankung der Gelenke ist. Doch es handelt sich um eine der großen Systemerkrankungen, bei denen Betroffene über lange Zeiräume eine chronische Entzündung in sich tragen, die sich an vielen Stellen des Organismus zeigen kann. Heute weiß man, dass die RA ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen ist. Dieses Risiko ist doppelt so hoch wie das der gesunden Bevölkerung und entspricht dem kardiovaskulären Risiko bei Diabetes.
Rheumapatienten leiden somit nicht zufällig an einer koronaren Herzkrankheit, beide Erkrankungen sind vielmehr das Resultat einer gemeinsamen pathogenetischen Strecke, die von Ärzten aller Fachrichtungen berücksichtigt werden muss. Dies ist jedoch nur ein Beispiel und gilt ebenso für die Anamnese von anderen „Volkskrankheiten“ wie Übergewicht, metabolisches Syndrom oder chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen, die – wie wir heute wissen – alle mit einer unterschwelligen Entzündung einhergehen. Unter diesem Aspekt müssen viele Erkrankungen systemisch neu bewertet werden.

Punkt für Punkt den Körper als funktionale Einheit wahrnehmen

Basis der klinischen Diagnostik in der Manuellen Medizin ist das funktionelle Denken. In der Weiterbildung Manuelle Medizin/ Osteopathie lernen die Ärzte Punkt für Punkt den Körper und seine funktionale Einheit intensiv zu „begreifen“ und sind damit in der Lage, Funktionsstörungen des gesamten organischen Systems sicher zu ertasten.

Geschulte Hände erfassen Funktionsstörungen, Muskelverspannungen, Temperaturdifferenzen und können so vegetative Reaktionen des Organismus richtig einordnen, was oftmals allein mit Hilfe bildgebender Methoden nicht möglich ist. Auch elektrophysiologische, laborchemische und physikalische Diagnosemethoden können den Tastsinn nicht ersetzen.

Den einzelnen Menschen mit psychologischen und sozialen Aspekten erfassen

Wir die verschiedensten Fachärzte und Allgemeinmediziner, die wir Manuelle Medizin/ Osteopathie in unserem Praxisalltag anwenden, erleben es darüber hinaus immer wieder, wie sehr der ganzheitliche Ansatz der Manuellen Medizin/ Osteopathie dem wachsenden Patientenbedürfnis nach mehr Austausch, Nähe und einer zugewandten Begleitung in der Krankheit mit dem behandelndem Arzt entgegen kommt. Schon die Diagnostik in der Manuellen Medizin/ Osteopathie bedeutet weit mehr als reine Befunderhebung.
Hier legt bereits der Erstkontakt den Grundstein für ein gutes  Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient. In der weiteren klinischen Untersuchung mit dem Tastsinn der Hände, wird nicht nur der Ursache der Beschwerden auf den Grund gegangen, sondern über die Berührung werden auch die Weichen für den Therapieerfolg gestellt.

Die Manuelle Medizin/ Osteopathie ist also eine sehr sinnvolle Weiterbildungsmaßnahme für den Facharzt, der sein Spezialgebiet um die Fähigkeit, der schnellen und effizienten ganzheitlichen Diagnostik erweitern will.